Regatten 2004

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North-Sails-Cup
Austragungsort: Segler-Vereinigung Kreuzlingen SVK (Bodensee)
Termin: 03.04. bis 04.04.2004
Crew (Herren 1): Eberhard Renz, Tilmann Miehle, Michael Hettich, Hans-Jörg Kern, Martin Stolz
Ergebnis: Platz 11 von 16
Regattabericht der Spirit of 25

Die Anfahrt zur Regatta genossen wir nach einer anstrengenden Arbeitswoche doppelt. Das Vereinsgelände bietet alles, was ein Regattasegler benötigt. Die Liegeplätze waren reserviert und ausreichend vorhanden. Das Wetter bot viel, aber doch zuwenig. Die Regatta bot uns spannende Wettkämpfe inner- und außerhalb unserer Klasse. Die Wettfahrtleitung hat uns nicht nur beim Legen der Startlinie enttäuscht. Das Essen und Trinken war wie in jedem Jahr der reinste Genuss. Der Seglerhock war zum Essen angemessen. Die Heimfahrt traten wir sofort an, da es nächste Woche an den Comer See geht.

Teufelstischregatta
Austragungsort: Motor Yacht Club Überlingersee MYC (Bodensee)
Termin: 08.05. bis 09.05.2004
Crew (Herren 2): Wolfgang Renz, Alex Wütherich , Steffen Schenk, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 3 von 6
Regattabericht der Spirit of 25

Nach einer zügigen Fahrt erreichten wir Wallhausen am frühen Vormittag. Nachdem wir das Boot für die Wettfahrten klar gemacht hatten ging’s um 11 Uhr los. Erst starteten die Yachten für Langstrecken-Yardstick-Regatta, dann waren die Beneteaus mit einem Up-and-Down-Kurs der 3 mal gesegelt werden musste dran. Der böige und drehende Wind bließ mit 3-4, in den Böen mit bis zu 5 Windstärken. Die gerade mal 6 Yachten waren im 1 Lauf ziemlich ausgeglichen und jeder war mal vorne oder am Ende des Feldes zu finden. Letztendlich hat es uns auf den 3.Platz gereicht. Im Zweiten Lauf frischte der Wind noch ein bisschen auf und es erwischte und wir fabrizierten einen Sonnenschuß unter Spi. Trotzdem reichte es uns in diesem Lauf zum 2. Platz. Im 3.Lauf war von Platz 2 bis 4 alles möglich und leider war es dann auch der 4.Platz. Danach ging’s in den Hafen und zur gemütlichen Hocketse mit Cocktail-Bar ins Zelt. Am Sonntag Vormittag ging es dann gegen 11 Uhr weiter. Der Wind war wieder sehr böig, aber leider nicht mehr so stark. Durch einen unglücklichen Dreher fielen wir auf den 5. Platz zurück und da der Lauf verkürzt wurde, war dies auch unser Streicher. Alles in allem wurden wir hervorragende 3.

Montfort-Cup
Austragungsort: Yacht Club Langenargen YCL (Bodensee)
Termin: 20.05. bis 22.05.2004
Crew (Damen): Elke Brück-Sailer, Katja Jooß, Catrin Warnecke, Birgit Hettich, Meike Eggert
Ergebnis: Platz 4 von 6
Regattabericht der Spirit of 25

Der Montfort Cup ging von Donnerstag bis Samstag. Gleich um 11 Uhr liefen wir Donnerstags aus, doch der Wind lies auf sich warten. So hatten wir genug Zeit uns noch zu sonnen (schließlich sind wir die Damen Crew) und uns die anderen Boote anzuschauen, die uns mit qualifizierten Aussagen nur so überhäuften ;-) Einen Lauf brachten wir bei drehenden Winden schließlich doch noch ins Ziel. Der Yacht Club Langenargen glänzte dafür mit Zelt, Musik, tollen Sängerinnen (?!) und ausreichend Party, dafür umso weniger im Segleressen. Da die Damencrew und die Schenker Beneteau fix bekannt war, hatten wir keine schlechten Karten... Als Übernachtungsmöglichkeit diente uns Elkes Bus, was wir am nächsten Tag nicht bereuen sollten, denn es regnete in Strömen und die Temperaturen betrugen nur noch die Hälfte derer am Donnerstag. Auf der anderen Seite auch gut, denn so hatten wir mehr als genug Wind (...wo ist denn euer Spibaum??) und segelten nach mehreren Fehlstarts 4 Läufe. Allerdings gab es Verwirrung bei der Tonnenlegung, so dass wir einige Blitzaktionen starteten und Meike sich von ihrer Mütze trennen musste... So ging es auch am Samstag weiter. Birgit startete Richtung Schottland und unser fünfter Mann war Henrik Heinz. Der Wind flaute gegen Nachmittag immer weiter ab, aber wir brachten trotzdem noch 3 Läufe unter Dach und Fach, so dass wir die 9 ausgeschriebenen Wettfahrten komplettierten. Am Ende sprang ein 4 Platz heraus.

Argen-Pokal
Austragungsort: Yacht Club Langenargen YCL (Bodensee)
Termin: 23.05. bis 23.05.2004
Crew (Damen): Catrin Warnecke, Henrik Heinz, Daniel Stöckl , Katja Jooß
Ergebnis: Platz 17 von 22
Regattabericht der Spirit of 25

Nach 2 Tagen allerschlechtesten Wetters beim Montfort Cup freuten wir uns auf das sonnig warme Wetter, das uns am Sonntagmorgen weckte. Katja und ich hatten die Mädels Crew getauscht und statt dessen Daniel Stöckl und Henrik Heinz an Bord. Pünktlich um 9 wurde gestartet, doch der anfänglich schwache Wind flaute auf der ersten Kreuz immer mehr ab, so dass wir an der Luvtonne richtig einparkten. Hinzu kam ein Winddreher, der den Kurs zur Leetonne zu einem neuen Anlieger werden ließ. Im Laufe des Mittags zeigte sich der Bodensee spieeeeeeegelglatt und wir segelten schließlich um 17 Uhr mit leerem Essensvorrat im Schneckentempo durchs Ziel. Als 17. von 22. konnten wir die Wettfahrt also beenden, legten bei Meichle und Mohr an und nach einem kurzen Stop bei McSail ging’s zurück nach Stuttgart.

Blaues Band StSC
Austragungsort: Stuttgarter Segel-Club e.V. (Bodensee-Ost)
Termin: 30.05. bis 30.05.2004
Crew (Crewbörse): Udo Schlipf, Roland Zey, Thomas Heinrich, Oliver Jooß, Michael Hettich
Ergebnis: Platz 3 von 10
Regattabericht der Spirit of 25

Was mir bei dieser Regatta besonders gut gefallen hat... war das hervorragende Wetter und die gute Stimmung an Bord. Schade war, dass das übrige Feld bald nicht mehr in Sicht war - nach vorne und nach hinten. Der Wind forderte einen zum konzentrierten Leichtwindsegeln. Insgesamt ein gelungenes Wochenende inklusive dem Grillen am Pfingstsamstag vorne am Strand.

1. Wasserburger Yardstick
Austragungsort: Wasserburger Segler Club WSC (Bodensee)
Termin: 05.06. bis 06.06.2004
Crew (Herren 2): Wolfgang Renz, Sonja Kotz, Steffen Schenk, Alex Wütherich, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 2 von 8
Regattabericht der Spirit of 25

Nach einer frühen und schnellen Fahrt erreichten wir um ca. 9 Uhr den "Ultramarin"-Hafen in Gohren. Wir teilten uns auf, d.h. Steffen und Alex überführten die Spirit of 25 und Wolfi, Sonja und ich machten uns über Land auf den Weg nach Wasserburg. Dort erledigten wir die Meldeformalitäten und wunderten uns, wo Steffen und Alex denn solange blieben. Es stellte sich schließlich heraus, dass die beiden leider einen "falsch gehenden Kompass" hatten und so Ost mit West verwechselten und daher erst mal Eriskirch ansteuerten bevor es dann Richtung Bayern ging. Es bließ ganz genehm mit ca. 3 Beaufort bis es um ca. 13:30 zum ersten Start kam. Leider flaute der Wind immer mehr ab und leider kam auch noch Regen dazu. 2 Stunden später hatten wir das Ziel als 3 erreicht. Berechnet war dies ein 2. Platz. Dies war es dann auch für den 1.Tag, den wir bei Freibier und gegrilltem ausklingen ließen. Der Sonntag entschädigte für den Regen des Vortags. Bei 1-2 Windstärken und herrlichem Sonnenschein segelten wir noch 2 Wettfahrten die wir als 3. und 4. beendeten, was berechnet zu zwei 3. Plätzen reichte. In der Gesamtwertung erreichten wir damit den 2. Platz. Alles in allem ein tolles Wochenende, mit einer hervorragenden Organisation.

54. Rund Um den Bodensee
Austragungsort: Lindauer Segler-Club LSC (Bodensee)
Termin: 11.06. bis 12.06.2004
Crew (Crewboerse): Wolfgang Renz, Eberhard Renz , Hans-Jörg Kern, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 39 von 72
 
Kieler Woche
Austragungsort: Kieler Yacht-Club KYC (Ostsee)
Termin: 19.06. bis 24.06.2007
Crew (Herren 2): Wolfgang Renz, Sonja Kotz, Alex Wütherich, Steffen Schenk, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 22 von 23
 
2. Wasserburger Yardstick
Austragungsort: Wasserburger Segler-Club e.V. (Bodensee)
Termin: 17.07. bis 18.07.2004
Crew (Herren 1): Eberhard Renz, Tilmann Miehle, Michael Hettich, Udo Schlipf, Martin Stolz
Ergebnis: Platz 4 von 12
Regattabericht der Spirit of 25

Die Anfahrt zur Regatta genossen wir nach einer anstrengenden Arbeitswoche doppelt. Das Vereinsgelände bietet alles, was ein Regattasegler benötigt. Die Liegeplätze waren reserviert und ausreichend vorhanden. Das Wetter verwöhnte uns mit schönem 3er-Wind und leichter Welle. Die Regatta bot uns spannende Wettkämpfe inner- und außerhalb unserer Klasse. Die Wettfahrtleitung überzeugte durch entschlossenes Handeln: Alle Wettfahrten wurden zügig durchgezogen. Das Essen und Trinken gab es für alle in Hülle und Fülle. Der Seglerhock mit Freibier war der Höhepunkt der Regatta. Die Heimfahrt hatten wir zweigeteilt: Ein Teil auf dem Wasser, der andere Teil auf dem Landweg.

Ost-West-Regatta
Austragungsort: Konstanzer Yachtclub (Bodensee)
Termin: 31.07. bis 01.08.2004
Crew (Herren 1): Eberhard Renz, Tilmann Miehle, Michael Hettich, Birgit Hettich, Martin Stolz
Ergebnis: Platz 135 von 235
Regattabericht der Spirit of 25

Aus Süddeutscher Zeitung: Hitze und Flaute waren für 55 Schiffe zu viel VON DIETER SEEWALD Schnellstes Schiff bei der Ost-West Regatta von Bregenz nach Konstanz war die Libera A von Fritz Trippolt (YC Bregenz), welche die Distanz ins Ziel in 5 Stunden, 47 Minuten und 39 Sekunden meisterte. Bei den konventionellen Yachten war Fre-di Wächter mit seiner Juwel B in 7:58,36 an der Spitze. Hervorragend das Ergebnis des 75ers Passat. Er kam als schnellster Old-Timer auf Rang neun. Beste Damen-Crew wurde die von Ulrike Lintner gesteuerte "Grand Surprise" auf Platz zwölf. Ganz herausragend die Leistung von Christian Dönges, der als Einhandsegler mit seiner Dyas in der Yardstick-Gruppe 2 von 61 gemeldeten Schiffen 13. wurde. Wer durch Hülle und Himmel gehen will, der muss nur an einem Tag wie diesem an der Ost-West-Regatta teilnehmen: Samstag, 31. Juli, 2004. Schon der Start mit völlig unterschiedlichen Bedingungen. Richtung Schweizer Seite etwa l Windstärke, mit der man zügig von der Linie weg kam. Richtung deutsches Ufer ein Nichts, so dass an der Starttonne die Schiffe sich gegenseitig die Hand reichten. Ungleiche Karten also für die 235 Schiffe, die auf die "Reise" nach Konstanz geschickt wurden. Doch jeder weiß, dass auf einer "Ost-West" die Karten immer wieder neu gemischt werden. Und der Start bedeutet bei den 46 Kilometern Gluthitze und Flautenlöchern noch gar nichts. So auch jetzt: Mehr als einmal wurden auf der langen Distanz die Karten neu gemischt. Und mehr als ein Skipper schlug sich auf der Regattabahn immer wieder mit "alten Bekannten" herum, die er längst vor oder hinter sich geglaubt hatte. Gekennzeichnet war die Ost-West 2004 durch die Gluthitze, die auf so manchem Boot dazu führte, dass fast "Wassermangel" herrschte. Und vor allem der Wind, der ließ die Segler immer wieder im Stich, so dass so mancher entnervt aufgab. "Was für ein Krampf' - muss sich so mancher im Vorfeld anhören, wenn er kundtut, dass er die Ost-West mitfährt. Doch auch die Langstrecke hat eben ihren Reiz - mit ihren besonderen Kriterien, den Herausforderungen, die an Skipper und Crew gestellt werden, die unterschiedlichen Bedingungen auf der Regattabahn; eben alle Unwägbarkeiten auf der 46 Kilometer langen Strecke. Das Abwägen: Schweizer Ufer, Seemitte, deutsches Ufer- Festlegungen, die dann letztlich über Sieg oder Niederlage entscheiden. Nicht wenige Crews meisterten die Aufgabe nicht: 55 Schiffe gaben auf und kamen nicht ins Ziel. Und erreichten eben jenen "Himmel" Konstanz nicht, der nach der Seedurchquerung lange am Horizont sichtbar war, ehe das erlösende Tuten an der Ziellinie signalisierte, dass man soeben die Hülle verlassen hatte. Die Siegerehrung beim Konstanzer Yacht Club an der Villa Prym entschädigte am Sonntag die Teilnehmer für alle Möhen. Und KYC-Präsident Ewald Weisschedel wies mit Recht darauf hin, welch großes Engagement nötig ist, um solch ein Ereignis problemlos über die Bühne zu bringen. Sein Dank ging an den mit veranstaltenden Bregenzer Segel Club, an Regattaleiter Ekki Zwicker vom KYC und vor allem an jene stillen Helfer zu Land und zu Wasser, die solch ein Sportereignis erst gelingen lassen. Von Michael Hettich Wir ließen es uns nicht nehmen und hielten durch - unsere Vorräte auch. Für das nächste Mal werden wir folgenden Spruch beherzigen: Ist es sonnig und heiß, ist das Schweizer Ufer ein großer Sch... und werden uns mehr auf der deutschen Seite halten. Ansonsten gute Stimmung, guter Seglerhock mit gutem Essen und Bier.???

Europameisterschaft
Austragungsort: Hellerup Segelklub (Ostsee vor Kopenhagen)
Termin: 16.08. bis 22.08.2004
Crew (Herren 1): Eberhard Renz, Tilmann Miehle, Michael Hettich, Celine Maywald, Martin Stolz
Ergebnis: Platz 30 von 34
Regattabericht der Spirit of 25

Europameisterschaft der Beneteau 25 im Sejlklub Hellerup bei Kopenhagen, Dänemark vom 16.-21.08.2004

Die Europameisterschaft der Beneteau 25 fand dieses Jahr in Hellerup bei Kopenhagen statt und der Stuttgarter Segel-Club war mit seiner "Spirit of 25" dabei: Am Samstagmorgen, den 14.08.2004 machten sich Michael Hettich, Eberhard Renz und Tilmann Miehle gegen 4 Uhr auf, um die Fahrt nach Dänemark mit Wohnwagen und Rennyacht bis gegen Abend zu schaffen. Unser Ziel war, vor Einbruch der Dunkelheit, Wohnwagen und Yacht in Hellerup aufgebaut (Wohnwagen) bzw. stehen zu haben (Yacht). Martin Stolz hatte bereits am Freitagabend begonnen, die lange Fahrt zu starten. Nach einem Zwischenstopp in Kiel zur Übernahme unseres Leihwohnwagen, einer 2-stündigen Warteschlange vor der Fähre Puttgarden-Roedby und ein paar Staus auf der Autobahn zwischen Hamburg und Fehmarn schafften wir es tatsächlich, gegen 9 Uhr abends Wohnwagen und Yacht in Hellerup stehen zu haben.

Am nächsten Tag ging es sofort in den Hafen, um die Wind- und Wettersituation zu beobachten und unsere Beneteau 25 für die Meisterschaft aufzubauen. Draußen wehte ein strammer 6er-Wind und einzelne Yachten gingen nur kurz zu einem Trainingsschlag raus, um nicht Material und Mannschaft zu stark zu beanspruchen. Wir vermuteten, dass diese Bedingungen während der Meisterschaft anhielten. Wir hatten an diesem Tag genügend zu tun mit Kranen, Maststellen und Vorbereitung der Vermessung, so dass an ein Segeln nicht zu denken war.

Die Organisatoren glänzte an diesem Tag wie auch gestern durch Abwesenheit, so dass nicht klar war, wo Trailer abgestellt werden können und Boote ihren Liegeplatz haben sollen. Kurios war nämlich, dass der ausrichtende Sejlklub Hellerup in seinem Hafen für die 34 Beneteau gar keine Liegeplätze hatte und wir unsere Boote in den südlicheren Tuborg-Hafen legen mussten und die Trailer im nördlicheren Hafen abgestellt werden sollten. Es gipfelte darin, dass das Schloss unseres abgeschlossenen Trailers vom Hafenmeister aufgebrochen wurde, um Platz für ankommende Boote bzw. PKWs zu schaffen - leider ohne den Versuch, uns ausfindig zu machen!

Der Montag galt der Anmeldung und Vermessung, d.h. Wiegen der Mannschaft, Überprüfung der Sicherheitsausrüstung sowie Kontrolle der Bootspapiere. Wir wurden darüberhinaus ausgewählt, unser Boot wiegen zu lassen sowie das Toppgewicht des Mastes festzustellen - also nochmals Mast legen, Boot weiterhin ausräumen und nachdem alles in den Toleranzen war, wieder Mast stellen und Boot einräumen. Wir nutzten dann den Nachmittag bei eher moderaten Windbedingungen für einen ersten Trainingsschlag.

Am Dienstag war ein "Practice-Race" angesetzt, welches von dem international besetzten Teilnehmerfeld dankbar angenommen wurde. Wir hatten wieder Bedingungen, die eine Genua 2 rechtfertigten, an der Kreuz 6-7 Knoten auf unserem Speedometer zeigten und uns unter Spi bis 10 - 11 Knoten voranbrachte. Leider hatten bei diesem Trainingslauf bereits sehr viele Boote einen Frühstart, so dass eine echte Orientierung für uns innerhalb des Feldes schwierig war. Die professionelle Wettfahrtleitung zeigte bereits, wo es in den nächsten Tagen lang gehen sollte.

Die nächsten 3 Wettfahrten am ersten Wettfahrttag brachten viel Wind, viel Welle und Bedingungen, wie sie für eine 5-Mann-Crew mit maximal 400 kg (leider hatten wir nur ca. 360 kg an Bord) optimal waren. Wir segelten erwartungsvoll im Mittelfeld mit und hatten einen Riesenspaß, unsere "Spirit of 25" mit 12 Knoten beim Spi zu erleben. Am Abend sollte es den ersten "Social Event" geben, bei dem für die Teilnehmer gegen genügend vorhandene Biermarken Bier ausgeschenkt wurde - das war es aber auch schon - Essen gab es leider keines und die engagierte Musikband packte just in dem Moment zusammen, als die Segler zum Social Event eingetroffen waren. Das hatten wir uns eigentlich anders vorgestellt und vom renommierten Segelclub Hellerup insgeheim auch anders erwartet.

Am Donnerstag, 12.08.04 hatten wir wieder ideale Bedingungen für eine Europameisterschaft - noch etwas mehr Wind und noch etwas mehr Welle. Wir mussten bald feststellen, dass die Norddeutschen und die Italiener mit diesen Bedingungen gut zurechtkamen und die Spitze dominierten. Wir selbst mussten mit einem Frühstart rechnen und konnten deswegen frühzeitig eine Wettfahrt beenden. In den anderen beiden Wettfahrten lernten wir wieder einmal, dass ab ca. 13,5 Knoten unter Spi auch eine Beneteau 25 in die "Sonne schießen" kann und dann ein gewaltiger Druck auf Spischot und Boot liegt. Die Mannschaft tut gut daran, bei 85 Grad Krängung und auf das Wasser drückenden Spinnacker so schnell wie möglich, einen sicheren Halt zu suchen und sich entweder am Relingsdraht oder an der Relingsstütze festzuhalten, um gleichzeitig den Spinnacker an der Leeschot hereinzuziehen. Die Konkurrenz fährt zwar in diesen "ewig dauernden" Sekunden an einem vorbei, allerdings kann man sicher sein, dass es den einen oder anderen auch bald (wieder) erwischen wird und flach auf dem Wasser liegt.

Nach eigenem Spaghetti-Kochen in unserem "De Luxe"-Wohnwagen waren wir gespannt auf den zweiten Social Event - diesmal gesponsert von Tupperware. Doch was auf dem Wasser bezüglich viel Wind, gutem Wetter und optimaler Wettfahrtleitung in diesen so Tagen beständig war, wiederholte sich am Land und im Sejlklub Hellerup - kein Essen, keine Band und infolgedessen natürlich auch keine oder nur wenige Segler zum Social Talk!

Am Freitag wurden die Wettfahrten 7-9 gesegelt - nach den bisher 2 anstrengenden Wettfahrttagen mit mehr als 8 Stunden auf dem Wasser bei 5-6 Bft. wurde hier die Kondition der Mannschaft aufs Neue getestet. Black-Flag beim Start und Sonnenschüsse unter Spi waren wieder einmal auf der Tagesordnung. Nachdem unklar war, ob angesichts des geplanten Regattadiners überhaupt noch eine 9. Wettfahrt angeschossen werden sollte, fand diese trotzdem noch statt. Sie wurde zeitlich gerade noch beendet, bevor die über Kopenhagen aufziehende tiefschwarze Wolkenfront die in den Hafen segelnden Boote erreichte und die herannahende Gewitterfront mit Blitz, Donner und Windböen von mehr als 8 Bft. uns nur noch für eine halbe Stunde beschäftigte. Die Organisation der EM konnte aufatmen, als später am Abend das eine vermisste Boot wohlbehalten im anderen Hafen untergekommen war und dort beim Zählen der Boote einfach nicht mitgezählt wurde?!

Das Regattadiner in der großen Boots- und Segelhalle des Sejlklubs Hellerup war dann im Vergleich zu den Vortagen außergewöhnlich viel und vielseitig - allerdings musste man dafür auch nochmals EUR 10,--/Teilnehmer bezahlen.

Am Samstag war die letzte und 10. Wettfahrt noch zu segeln - das Wetter hat sich mittlerweile beruhigt, die 5-6 Bft. der letzten Tage waren wie weggeblasen. Es hätte eine schöne Wettfahrt werden können. Durch Black-Flag erwischte es uns abermals und so konnten wir, zusammen mit mehr als 15 anderen Booten früher als erwartet zum Kranen und Mastlegen - für uns eine unklare Entscheidung, da wir uns hinter der Linie wähnten und eine einwandfreie Peilung hatten?! Das Kranen hatte wieder selbst zu erfolgen - die Folge war, dass unnötig viel Zeit verschwendet wurde, da den einzelnen Teilnehmern, verglichen mit einem Hafenmeister, die nötige Routine hierfür fehlte. Vor dem Kranen der letzten Boote musste aufgrund eines Bedienungsfehlers auch noch der Ausfall des Kranes gemeldet werden, da beim Ablassen des Kranes der Haken auf das Cockpit aufsetzte und damit der Draht sich verhakte. Aus Sicherheitsgründen wurde der Kran gesperrt und die übrigen Boote durften dann doch wieder am Kran im Sejlklub Hellerup aus dem Wasser genommen werden!

Mittlerweile fand die Siegerehrung auf der Terrasse des Sejlklub Hellerups statt - die durch den Defekt des Kranes betroffenen übrigen Teilnehmer konnten leider nicht dabei sein - die drei Erstplatzierten waren allesamt Italiener und Profisegler. Wir mussten uns mit einem Platz in der hinteren Hälfte begnügen. Es gab Preise unterschiedlicher Sponsoren. Auf Erinnerungspreise für alle Teilnehmer wurde aber verzichtet, nur die Funktionäre des Sejlklubs Hellerup hatten für Ihre "Teilnahme" an dieser EM Polo-Shirts von Helly-Hansen erhalten.

Am Samstag abend räumten wir unseren Wohnwagen zusammen und machten ihn startklar für die Heimreise am nächsten Morgen, gegen 6 Uhr. Abends ging es dann noch traditionell ins Tivoli nach Kopenhagen - allerdings bevorzugten wir es nach dieser anstrengenden Segelwoche bald ins Bett zu gehen, um für die lange Rückfahrt ausgeruht zu sein.

Am Sonntag, 22.08.04, ging es dann auf zwei Wegen zurück nach Stuttgart: Nach der gemeinsamen überfahrt auf der Fähre Roedby-Puttgarden trennten wir uns zunächst: Martin und Michael brachten den Wohnwagen zurück nach Kiel und fuhren dann solo nach Stuttgart, Eberhard und Tilmann waren mit der "Spirit of 25" direkt nach Hamburg unterwegs in Richtung Stuttgart. Am Abend hatten wir es dann alle geschafft und sind wohlbehalten wieder angekommen.

Wir nehmen von dieser Europameisterschaft viele neue Eindrücke und Erfahrungen, insbesondere vom Regattasegeln mit einer Yacht bei viel Wind und Welle mit und werden bei einem solchen Event auf jeden Fall wieder dabei sein, trotz Muskelkater und Black-Flag.

Michael Hettich Eberhard Renz Tilmann Miehle Martin Stolz

One-Design-Cup
Austragungsort: Bregenzer Segel-Club (Bodensee)
Termin: 04.09. bis 05.09.2004
Crew (Herren 2): Wolfgang Renz, Sonja Kotz, Steffen Schenk, Alex Wütherich, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 5 von 9
 
Eiserne
Austragungsort: Deutsch Schweizerischer Motorboot Club DSMC (Bodensee)
Termin: 27.11. bis 27.11.2004
Crew (Herren 2): Wolfgang Renz, Jörg Rutz, Hans-Jörg Kern, Steffen Schenk, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 41 von 209