Regatten 2003

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Teufelstischregatta
Austragungsort: Yachtclub Wallhausen (Überlinger See)
Termin: 10.05. bis 11.05.2003
Crew (Damen): Elke Brück, Katja Jooß, Birgit Hettich, Marion Renz, Catrin Warnecke
Ergebnis: Platz 0 von 0
Regattabericht der Spirit of 25

Die Anfahrt zur Regatta war trotz Hängerfahrt ganz angenehm Das Vereinsgelände bietet leider nur begrenze Möglichkeiten für eine solche Veranstaltung. Die Liegeplätze wurden vom Hafenmeister für uns schon eine Woche vorher freigehalten Das Wetter war wie erwartet: Flaute und Hitze. Die Regatta ist durchaus noch steigerungsfähig. Die Wettfahrtleitung sollte das Durchführung von Protesten noch optimieren. Das Essen und Trinken gab es für alle in Hülle und Fülle. Der Seglerhock war nicht nur durch das Tabledancing der Caurina Frauen ein Hingucker Die Heimfahrt war entspannt, auch für die Crew der Pommes Rot Weiss, da wir ihnen unseren Motor ausgeliehen haben-im Gegenzug gab`s dann beim one Design Cup 5 Kaipis.

Graf-Zeppelin-Regatta
Austragungsort: Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen SMCF (Bodensee)
Termin: 24.05. bis 24.05.2003
Crew (Herren 2): Wolfgang Renz, Jan Fiebekorn, Jan Müller, Steffen Schenk, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 8 von 8
 
Montfort-Cup
Austragungsort: Yacht Club Langenargen YCL (Bodensee)
Termin: 29.05. bis 31.05.2003
Crew (Herren 2): Wolfgang Renz, Jan Fiebekorn, Alex Wütherich, Steffen Schenk, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 7 von 9
Regattabericht der Spirit of 25

Die Anfahrt zur Regatta genossen wir nach einer anstrengenden Arbeitswoche doppelt. Das Vereinsgelände war immer noch so wie im Vorjahr. Die Liegeplätze waren reserviert und ausreichend vorhanden. Das Wetter war wie erwartet: Flaute und Hitze. Die Regatta bot uns spannende Wettkämpfe inner- und außerhalb unserer Klasse. Die Wettfahrtleitung hat uns nicht nur beim Legen der Startlinie enttäuscht. Das Essen und Trinken war wie in jedem Jahr der reinste Genuss. Der Seglerhock mit Freibier war der Höhepunkt der Regatta. Die Heimfahrt haben nach dieser anstrengenden Regatta bis auf den Fahrer alle verschlafen.

Kieler Woche (Kiel-Eckernförde)
Austragungsort: Kieler Yacht-Club KYC (Ostsee)
Termin: 21.06. bis 21.06.2003
Crew (Herren 2): Wolfgang Renz, Alex Wütherich, Stefanie Schmidt, Steffen Schenk, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 11 von 11
Regattabericht der Spirit of 25

Diese Regatta begann schon ziemlich hektisch. Wir hatten den Weg in die Kieler Förde zum Start etwas unterschätzt und es war klar es wird ziemlich knapp. Auf dem Weg zur Startlinie kamen uns schon die Volvo-Ocean-Racer entgegen. Ein imposantes Erlebnis. Kurz vor knapp konnten wir uns registrieren lassen und pünktlich starten. Auf dem Weg aus der Förde bis zur ersten Wendemarke frischte der Wind immer mehr auf, so dass wir uns schließlich entschlossen zu reffen. Leider riss uns bei diesem Vorhaben letztendlich das Groß direkt an den Reffösen. Daher gaben wir das Rennen auf. Nach erfolgter Segelreparatur in Schilksee brachen wir spätnachmittags noch nach Eckernförde auf und kamen schließlich um 19:30 Uhr dort an. Dort bemühten wir uns noch um eine Unterkunft und genossen anschließend den Abend auf dem Hafenfest.

Kieler Woche (Eckernförde-Kiel)
Austragungsort: Kieler Yacht-Club KYC (Ostsee)
Termin: 22.06. bis 22.06.2003
Crew (Herren 2): Wolfgang Renz, Hans-Jörg Kern, Alex Wütherich, Steffen Schenk, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 8 von 10
Regattabericht der Spirit of 25

Start der Regatta war in Eckernförde. Zuerst wurden einige Schleifen in der Eckernförderbucht gedreht, bevor es dann Richtung Kiel ging. Leider schlief der Wind immer mehr ein, so dass schließlich der Zieleinlauf schon einiges vor Schilksee stattfand.

Kieler Woche (Kiel-Cup)
Austragungsort: Kieler Yacht-Club KYC (Ostsee)
Termin: 23.06. bis 26.06.2003
Crew (Herren 2): Wolfgang Renz, Alex Wütherich, Hans-Jörg Kern, Steffen Schenk, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 17 von 23
Regattabericht der Spirit of 25

Nach den 2 Langstrecken nach Eckernförde und wieder zurück, erwartete uns nun der Kiel-Cup mit einem größeren Regattafeld. Die ersten 3 Tage erwartete uns anstrengende Wettfahrten mit bis zu 8 Windstärken, das uns auch offenbarte, dass wir noch nicht perfekt einstimmt waren. Am letzten Tag war nur noch eine Wettfahrt angesetzt, die aber mangels Wind bis auf den späteren Nachmittag verschoben wurde. Nach 2 Black-Flag-Frühstarts und einem danach übersichtlichen Feld konnten wir mit dem 9.Platz unsere beste Platzierung einfahren. Unsere Platzierungen im Einzelnen: 18, 20, 12, 18, 14, 20, 18, 18 und 9. Nach den anstrengenden Tagen feierten wir abends auf den diversen Veranstaltungen in Schilksee oder ließen uns von BMW nach Kiel auf die Linie chauffieren. Die Heimfahrt wurde mit einem Umweg über Travemünde und Hamburg "verkürzt".

Europameisterschaft
Austragungsort: Fraglia Vela Riva (Gardasee)
Termin: 22.09. bis 27.09.2003
Crew (Herren 2): Wolfgang Renz, Alex Wütherich , Steffen Schenk, Uwe Schenk
Ergebnis: Platz 63 von 75
Regattabericht der Spirit of 25

Vom 20.9.2003 bis 27.9.2003 fand am Gardasee bei Riva die Euro für unsere neue Regattayacht statt. Doch eine EM will gut vorbereitet sein. Die Vermessung unserer Spirit-of-25 fand eine Woche früher in einer Nacht- und Nebelaktion in Kreuzlingen am Bodensee statt. Der eigens angereiste italienische Vermesser nahm sich die Yachten aus dem Bodenseeraum eine nach der anderen vor. Nachdem wir unsere Yacht am Freitag Nachmittag von Gohren nach Kreuzlingen überführt hatten, gelang es uns durch viel Überzeugungsarbeit, das Boot bis zum Abend vermessen zu lassen. Somit war unsere Spirit bis in der späten Nacht wieder in Gohren, so dass der Sponsorentag am Samstag wie geplant stattfinden konnte. Beanstandet wurden seitens des Vermessers zu kurze Sailinge, ein zu tief liegender Vorstagsbeschlag und ein leichtes Untergewicht wegen unseres bodenseetauglichen Motors. Es war also klar, dass wir in Riva vor der ersten Wettfahrt noch Einiges zu tun hatten. Aber am Samstag den 20.9. ging es für Wolfgang Renz, Uwe Schenk, Steffen Schenk und Alex Wütherich dann endlich auf Achse. Die Beneteau wurde in Gohren auf den Haken genommen und los ging's über den Brenner Richtung Süden. Nachdem wir unsere Unterkunft in einem Landhaus aus dem 17.Jahrhundert bezogen hatten, reihten wir uns am nächsten Morgen in die Schlange zum Einkranen im Porto S. Nicol östlich von Riva ein. Während Wolfi und Uwe die Vorbereitungen zum Einkranen trafen, organisierten Steffen und Alex die nötigen Utensilien, um unser Boot vermessungskonform zu machen. Im benachbarten Segelclub spendeten uns ein paar sympathische Hobiecat-Segler einen Pinnenausleger, mit dem wir dann auch kurzum unsere Sailinge verlängerten. Der Beschlag am Vorstag wurde noch flugs modifiziert und das selbst gegossene Blei-Ausgleichsgewicht in den Motorkasten einlaminiert. Nach der Abnahme durch Enzo, unserem italienischen Vermesser, wurde dann auch endlich eingekrant und der Mast gestellt. Da der Gardasee zu dieser Zeit extremes Niedrigwasser hatte, wollten wir uns die Einfahrt in den Hafen von Riva erst am nächsten Morgen vornehmen. Am nächsten Montag kam der Wind auch kurz nach 12 Uhr vorbildlich mit 3-4 Bft auf, so dass wir unsere ersten Trainingsschläge fahren konnten. Die normale Mannschafts-Stärke auf der Beneteau ist bei einem maximalen Mannschaftsgewicht von 400 kg 5 Personen. Da wir nur zu viert angereist waren, galt es nun Boot und Mannschaft möglichst optimal auf die herrschenden Bedingungen einzuspielen. Dabei übernahm Wolfi den Posten des Steuermanns, Uwe und Steffen kümmerten sich um die Vorsegel und das Vordeck und Alex trimmte die Großschot und sprang im Bedarfsfall bei den Vorsegeln und bei der Bedienung der Falle ein. Nach einem langen Nachmittag mit vielen Kreuzschlägen und Spimanövern nahmen wir dann wieder Kurs auf den Hafen. Doch dann fiel uns auf, dass der Wasserschwall aus dem Motorenkasten nicht ganz ordnungsgemäß war. So ließ sich der geflutete Außenborder dann auch nach eindringlichen Versuchen nicht mehr starten. Vielmehr konnte man beobachten, wie sich im Fenster für den füllstand eine Emulsion bildete, die nach und nach die bräunliche Farbe einer schmackhaften Vinaigrette annahm. Am nächsten Morgen transportierten wir den Außenborder nach Garde, wo wir ihm dem unsicheren Schicksal in der einzigen Yamaha-Niederlassung am ganzen See überließen. Am Folgetag konnten wir durch viel Telefonieren und abwartendes Capuccino-Trinken vor Ort dann schließlich erreichen, dass der Motor wieder einsatzbereit war. Bezüglich des Wiegens der Mannschaft mussten wir uns mit unseren 4 Mann ja keine Sorgen machen, so dass es dann am Mittwoch an den ersten Start der Wettfahrtserie ging. Nach dem das Startfeld während 1-2 Stunden mehrmals strategisch im nördlichen Bereich des Gardasees hin- und her verschoben wurde, hatte sich der Wind dann doch auf die standardmäßigen 4 Bft eingependelt. Und so drängten sich die 75 Beneteaus kurz vor dem Startschuss in ca. 3 Reihen hinter der Startlinie. Wie nicht anders zu erwarten, wurde nach dem ersten Massenfrühstart die schwarze Flagge gezogen. Ein Ritual, dass uns die nächsten Regattatage ständig begleiten sollte. In der ersten Wettfahrt ersegelten wir dann mit der 74.Platzierung ein eher ernüchterndes Ergebnis. Bei diesen relativ konstanten 4 Bft, die gegen späten Nachmittag auf gute 5 Bft auffrischten, kam es auf präzise Manöver und konzentriertes "e;an der Kante"e;-Segeln an. Zur 2. Wettfahrt an diesem Tage setzten wir das kleinere Code 3 Vorsegel. Wir konnten uns auch langsam auf die vorherrschenden Konditionen einstellen, so dass wir dann immerhin eine 66.Platzierung erzielen konnten. Am nächsten Tag wurden die Platzierungen mit einem 64., 62. und 59. kontinuierlich besser. Am Freitag erreichten wir nach zwei schwächeren 65. und 64. Platzierung dann in der letzten Wettfahrt des Tages einen respektablen 52.Platz. Am Freitag abend fand dann ein feierliches Dinner für die Regattateilnehmer statt. Auf der Terrasse des Segelclubs „Fraglia delle Vela“ in Riva fanden sich dann auch die italienischen, deutschen, dänischen, englischen und schweizer Mannschaften zum Schlemmern am reichhaltigen Buffet ein. Allerdings muss man anmerken, dass das kulinarische Niveau (Pasta und Prosecco) nicht ganz unseren Vorstellungen einer hochkarätigen italienischen Veranstaltung entsprach. Dennoch war es sehr reizvoll, mal mit den Briten über die seglerischen Bedingungen diesseits und jenseits des Kanals zu diskutieren. Obwohl es dann doch relativ spät wurde, konnten wir am letzten Wettfahrttag mit einem 52. und 54.Platz punkten. In der Gesamtwertung erreichten wir mit 2 Streichern eine 63. Endplatzierung von 75 teilnehmenden Booten. Am gleichen Tage wurde mit Hilfe eines nach italienischer Manier improvisiert bereitgestellten Autokrans noch ausgekrant und verladen. Die Siegerehrung fand ebenfalls noch am selben Abend statt, so dass sich die Mannschaften aus den Ländern Europas wieder auf den Weg zurück in ihre Heimat machten. Da wir erst am nächsten Morgen den Weg nach Deutschlang antreten wollten, kamen wir in der Nacht auf den Sonntag noch in den Genuss des landesweiten Stromausfalls. Als dann am nächsten Mittag wieder alle EC-Karten-Terminals funktionierten, konnten wir uns nach Bezahlung unserer Unterkunft auf den Weg nach Stuttgart machen. Insgesamt war die EM am Gardasee eine gelungene Veranstaltung. Hervorragende Windbedingungen und ein hochkarätiges, internationales Einheitsklassenfeld zu fuße einer beeindruckenden Bergkulisse sind uns in bleibender Erinnerung geblieben.